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Weißwurst kochen – So gelingt die Bayerische Spezialität

Schon als Kind verbrachte ich meine Ferien gerne in Bayern! Für meine Eltern war es wahrscheinlich eine einfache Lösung, da ich und meine Geschwister einfach samt Gepäck ins Auto geladen werden konnten, für uns Kinder war es dagegen ein Abenteuerurlaub im Grünen. Insbesondere unsere Urlaube im Bayerischen Wald habe ich unglaublich genossen, weshalb ich auch heute noch gerne in die Region fahre, um ein paar Wochen inmitten schönster Natur zu verbringen.

Bei einem Urlaub in Bayern gehören natürlich auch diverse Bayerische Spezialitäten dazu! Während mein Vater noch heute von dem tollen Schweinsbraten mit Knödeln schwärmt, war für mich schon immer das echte Bayrische Frühstück das eigentliche Highlight. Diese Kombi aus frischgebackenen Brezeln, Weißwurst und süßem Senf war für mich Nordlicht einfach super spannend und lässt mich noch heute verzückt grinsen.

Wenn mich das Fernweh packt oder ich mir am Wochenende etwas Besonderes gönnen möchte, besorge ich mir alle Zutaten und bereite mir ein echt Bayrisches Frühstück zu Hause – mit allem, was dazu gehört!

Damit die Zubereitung gelingt, müssen beim Kochen der Weißwürste ein paar Kniffe beachtet werden. Hier kommt daher die Anleitung fürs richtige Weißwurstkochen!

Anleitung fürs Weißwürste kochen

Keine Sorgen, die richtige Zubereitung ist gar nicht kompliziert! Man muss sich nur eines klar machen: Der Begriff „Weißwürste kochen“ ist fehlleitend – richtig wäre nämlich „Weißwürste erwärmen“! Denn wenn man seine Weißwurst tatsächlich kochen würde, würden diese unschön aufplatzen.

Es ist daher wichtig, dass man das Wasser zunächst aufkochen lässt und dann die Hitze abstellt. Anschließend legt man die gewünschte Anzahl Weißwürste in das heiße Wasser und verschließt den Topf mit einem passenden Deckel. So lässt man die Weißwurst dann ziehen, bis sie vollständig erwärmt ist. Dies dauert circa 10 Minuten.

Weißwürste richtig essen

Dass man die Wurstpelle bei der Weißwurst nicht mitisst, ist euch vielleicht schon bekannt. Aber wusstet ihr, dass man die Weißwurst in Bayern traditionell aussaugt? Man nennt es dort „zuzeln“ und es ist tatsächlich gar nicht so einfach!

Im Prinzip funktioniert es so: Die Wurst wird an der Spitze angebissen und dann geht es los: Die Weißwurst wird in Senf getaucht und dann wird das Wurstbrät mit den Schneidezähnen aus der Haut gequetscht, während gleichzeitig kräftig gesaugt wird. So kann man die Weißwurst mit nur einer Hand genießen! Wem das alles zu kompliziert ist, kann aber auch getrost zu Messer und Gabel greifen und die Weißwurst so aus ihrer Pelle befreien.

Traditionell werden Weißwürste übrigens vormittags, genauer gesagt zwischen 10:00 und 12:00 Uhr gegessen. Dies stammt zwar noch aus Zeiten, in denen die Wurst nicht vorgegart wurde, hat sich aber dennoch gehalten.